Vectoryon für Maschinenbau
KI im Maschinenbau
Betriebsanleitungen, Serviceanfragen und Offerten aus den Unterlagen des Betriebs. Antworten mit Fundstelle, keine geratenen Teile.
Unterlagen in Zürich, Sprachmodelle pro Firma freigeschaltet
Künstliche Intelligenz im Maschinenbau heisst für einen Betrieb vor allem eines: die eigenen Unterlagen wiederfinden und daraus Antworten bauen. Betriebsanleitungen, Stücklisten, Servicerapporte, alte Offerten und Lieferantenerklärungen liegen verstreut in Ablagen und Postfächern. Vectoryon ist ein KI-Workspace. Sein KI-Assistent macht diesen Bestand durchsuchbar und liefert Antworten mit Fundstelle. Werte ohne Grundlage gibt der Assistent nicht aus. Laut Swissmem exportiert die Schweizer Tech-Industrie 80 Prozent ihrer Produkte, und über 98 Prozent der Firmen haben weniger als 250 Mitarbeitende. Die Unterlagen liegen in Zürich. Welche Sprachmodelle laufen, wird pro Firma freigeschaltet; wer nur Modelle in der Schweiz will, bekommt nur diese.
Maschinenakte-Assistent
Ordnet Serviceanfragen der Seriennummer zu, findet Stücklisten und Anleitungen und bereitet die Antwort vor
Antwortentwurf mit Verweis auf Stückliste, Anleitung oder Servicerapport
- 1.Stücklisten, Anleitungen, Servicerapporte und Offerten hochladen oder aus SharePoint anbinden
- 2.Maschinenliste mit Seriennummer, Variante und Auslieferjahr im Tabellen-Modul anlegen
- 3.Jeden Morgen das Service-Postfach sichten und Anfragen der Maschine zuordnen
- 4.Antwortentwurf mit Fundstelle vorschlagen, Rückfragen bei unklarer Variante formulieren
- 5.Mensch prüft, gibt frei, sendet
Welche Arbeiten der Assistent im Maschinenbau übernimmt
Serviceanfrage: Ein Kunde schreibt mit Seriennummer und einem Foto, fragt nach einem Teil oder einer Störung. Im angebundenen Outlook-Postfach liest der Assistent von Vectoryon die Mail, sucht die Seriennummer in der Maschinenliste des Tabellen-Moduls und holt die dazugehörige Stückliste, Explosionszeichnung und den letzten Servicerapport aus der Ablage. Daraus entsteht ein Antwortentwurf mit Verweis auf die Fundstelle. Ist die Variante unklar, formuliert er die Rückfrage an den Kunden. Ein Mensch prüft und sendet.
Technische Dokumentation: Betriebsanleitungen bestehen aus Textbausteinen, die über Jahre in Word-Dateien gewachsen sind. Den gültigen Baustein zu einer Schutzeinrichtung findet der Assistent, zeigt die Stelle und stellt aus der Vorlage des Betriebs im Modul Craft eine neue Anleitung für die nächste Maschinenvariante zusammen. Er hält fest, welche Sprachvariante und welche Konformitätserklärung für diese Maschine noch fehlt.
Offerte für eine Sonderanfertigung: Vor der Kalkulation steht die Frage: Haben wir so etwas schon gebaut? Frühere Offerten, Pflichtenhefte und Nachkalkulationen durchsucht der Assistent nach ähnlichen Projekten und legt sie nebeneinander. Den Textteil der neuen Offerte, also Leistungsumfang, Abgrenzung und Lieferbedingungen, füllt er aus der Vorlage. Den Preis rechnet weiterhin die Kalkulation des Betriebs.
Exportkorrespondenz: Lieferantenerklärungen zum Präferenzursprung laufen ab und müssen erneuert werden. Die Liste dazu steht im Tabellen-Modul. Vectoryon erkennt eingehende Erklärungen im Postfach, legt sie zur richtigen Lieferantin ab und schreibt die Erinnerung an jene, deren Erklärung ausläuft. Eine Automation prüft das jeden Montag.
Wissen über alte Maschinen: Handnotizen, gescannte Zeichnungen und Servicerapporte aus den 1990er-Jahren werden hochgeladen und in normaler Sprache durchsuchbar. Wer eine Maschine übernimmt, deren Konstrukteur pensioniert ist, findet, was aufgeschrieben wurde.
Jede dieser Arbeiten endet mit einer Freigabe durch einen Menschen. Jede Aktion ist protokolliert.
Betriebsanleitungen, Maschinenverordnung und Serviceanfragen: wo im Maschinenbau die Zeit hingeht
Die Maschinenverordnung verlangt zu jeder Maschine eine Betriebsanleitung in der Amtssprache des Landesteils, in dem sie eingesetzt wird. Die Konformitätserklärung muss zur Anleitung passen. Ab dem 20. Januar 2027 gilt in der EU die neue Maschinenverordnung 2023/1230 ohne Übergangsfrist. Die Schweiz wird sie laut NSBIV-Merkblatt vermutlich gleichwertig übernehmen, der Entscheid hängt an den Verhandlungen mit der EU. Anleitungen dürfen dann digital ausgeliefert werden, müssen aber laut dem NSBIV-Merkblatt von 2025 mindestens zehn Jahre nach dem Inverkehrbringen abrufbar bleiben.
Für einen Betrieb mit einer technischen Redaktorin oder einem Konstrukteur, der die Doku nebenbei macht, bedeutet das: Textbausteine in mehreren Versionen, Kapitel, die aus alten Anleitungen kopiert wurden, und die Frage bei jeder Auslieferung, ob die französische Fassung aktuell ist.
Vectoryon setzt an der Suche und der Zusammenstellung an. Zu einer Schutzeinrichtung zeigt es den gültigen Baustein und die Anleitung, in der er zuletzt verwendet wurde. Aus der Betriebsvorlage entsteht eine Anleitung für die neue Variante, Fehlendes ist markiert. Die Risikobeurteilung, die Bewertung der Konformität und die Unterschrift bleiben bei der Fachperson. Den Ablauf von der neuen Variante bis zur ausgelieferten Anleitung zeichnet der Betrieb in Process als Prozesskarte, mit Rolle und System pro Schritt.
Auf der Serviceseite lautet die häufigste Anfrage im Ersatzteilgeschäft laut dem Software-Anbieter Quanos nicht „Wie bestelle ich?", sondern „Welches Teil brauche ich?". Die Angaben dazu liegen über mehrere Systeme verteilt. Der Software-Anbieter Contelos beschreibt auf seiner Website einen Fall, in dem der Techniker die Seriennummer kannte, aber nicht die verbaute Variante. Die Rückfrage an die Konstruktion dauerte zwei Arbeitstage, die Maschine stand drei Tage, und bestellt wurde trotzdem das falsche Teil.
Hier hilft die Maschinenakte im Tabellen-Modul. Seriennummer, Variante, Auslieferjahr und Verweis auf die Stückliste stehen an einem Ort. Die Anfrage wird zugeordnet, die Zeichnung geholt, der Entwurf geschrieben. Was Vectoryon nicht kann: Lagerbestand und Preis nennen. Die kommen aus dem ERP.
Ersetzt Vectoryon unser ERP, PLM oder CAD?
| ERP, PLM, CAD | Vectoryon |
|---|---|
| ERP, PLM, CADLagerbestand und Ersatzteilpreis | VectoryonServiceanfrage der Seriennummer zuordnen, Stückliste und Zeichnung holen, Antwort entwerfen |
| ERP, PLM, CADPreis der Sonderanfertigung kalkulieren | VectoryonFrühere Offerten und Pflichtenhefte durchsuchen, Textteil der Offerte füllen |
| ERP, PLM, CADKonstruktionsdaten in CAD und PDM | VectoryonGültigen Textbaustein finden und Betriebsanleitung für die neue Variante zusammenstellen |
| ERP, PLM, CADLieferzeit und Stundensätze | VectoryonLieferantenerklärungen verfolgen und Erinnerungen schreiben |
Integrationen
Outlook
Serviceanfragen und Lieferantenerklärungen aus dem Postfach zuordnen
SharePoint
Anleitungen, Stücklisten und Servicerapporte durchsuchbar machen
Tabellen
Maschinenliste mit Seriennummer, Variante und Auslieferjahr
Woher die Daten kommen und wo sie bleiben
Drei Quellen stehen dem Assistenten im Vectoryon Workspace zur Verfügung. Technische Ablage: Betriebsanleitungen, Stücklisten, Explosionszeichnungen, Servicerapporte, Prüfprotokolle, Offerten und Lieferantenerklärungen werden als PDF, Word, Excel oder Foto hochgeladen oder aus SharePoint und OneDrive angebunden. Auch alte Scans werden gelesen. Bei schlechter Scanqualität ist die Erkennung nicht garantiert, und der Assistent sagt, wenn er eine Stelle nicht lesen kann.
Microsoft-365-Postfach: Outlook, Kalender und Teams werden über die Graph-Schnittstelle angebunden, per OAuth, mit einem Zugriff, den der Betrieb jederzeit entziehen kann. So sieht der Assistent die Serviceanfrage und die eingehende Lieferantenerklärung.
Listen im Tabellen-Modul: die Maschinenliste mit Seriennummern, die Lieferantenliste mit dem Gültigkeitsende der Ursprungserklärungen, die Projektliste mit Verweis auf Offerte und Nachkalkulation.
Abgelegt wird in Zürich. Welche Sprachmodelle laufen, wird pro Firma freigeschaltet; wer nur Modelle in der Schweiz will, bekommt nur diese. Wie das revidierte Datenschutzgesetz dabei greift, erklärt der Beitrag KI und Datenschutz in der Schweiz, wer als Dienstleister beteiligt ist, die Datenschutzerklärung. Konstruktionsdaten bleiben im CAD und im PDM, wie die Pläne in der Architektur auch. Vectoryon liest Dokumente, keine Modelle.
Jede Aktion des Assistenten ist protokolliert. Wer nachsehen will, welche Anleitung er für einen Antwortentwurf herangezogen hat, findet den Eintrag mit Zeitpunkt und Fundstelle. Nachrichten nach aussen gehen erst nach Freigabe durch einen Menschen raus.
Was die Einführung kostet
Für CHF 49 pro Person und Monat bekommt der Betrieb den Workspace mit Assistent, Tabellen-Modul, Craft, Automationen und Microsoft-365-Anbindung. Den Betrag für alle Konten zeigt die Seite Preise.
Dazu kommt der eigene Aufwand für die Einrichtung. Im Maschinenbau sind das drei Schritte: die technische Ablage hochladen oder anbinden, die Maschinenliste mit Seriennummern anlegen, die Offerten- und Anleitungsvorlagen in Craft hinterlegen. Wie lange das dauert, hängt davon ab, wie die Unterlagen heute liegen. Liegen die Unterlagen in Papierordnern im Keller, kommt zuerst der Scanner.
Für Einrichtung und Zeitersparnis gibt es keine Pauschalzahl, dafür liegen die Betriebe zu weit auseinander. Was der Assistent findet, hängt an der Menge der hinterlegten Unterlagen.
Ein sinnvoller Start ist eine Abteilung, nicht der ganze Betrieb: zum Beispiel der Service mit seinem Postfach und der Maschinenliste. Läuft das, folgen Doku und Verkauf.
Wo die Grenzen liegen
Vectoryon ist kein ERP, kein PLM und kein CAD. Lagerbestand, Ersatzteilpreis, Lieferzeit und Stundensätze kommen aus Abacus, proAlpha, SAP oder der Kalkulationssoftware des Betriebs. Eine Zahl, die in keinem hinterlegten Dokument steht, nennt der Assistent nicht. Worin er sich dabei von einem allgemeinen Chatdienst unterscheidet, steht unter ChatGPT oder eigene KI.
Auslegung: Festigkeit, Toleranzketten und Lebensdauer bleiben Sache der Berechnung und der zuständigen Fachperson.
CE-Konformität: Die Risikobeurteilung, die Bewertung nach Maschinenverordnung und die Unterschrift auf der Konformitätserklärung liegen beim Hersteller. Vectoryon stellt zusammen, was belegt ist, und markiert Lücken.
Präferenzursprung und Zoll: Berechnung und Zollanmeldung macht Vectoryon nicht. Es sammelt Lieferantenerklärungen und erinnert an Fristen. Die Prüfung der Ursprungsregel macht die Fachperson oder der Spediteur.
Bilderkennung: Ein Bauteil auf einem Kundenfoto wird nicht gegen eine Teiledatenbank erkannt. Gelesen werden Foto und Text, dann folgen die Stückliste zur Seriennummer und die Rückfrage.
Fachübersetzung: Einen Entwurf auf Französisch schreibt der Assistent. Die rechtsverbindliche Anleitung prüft eine Übersetzerin.
Wissen in Köpfen: Was nie aufgeschrieben wurde, kann Vectoryon nicht finden.
Häufige Fragen
Kann der Assistent sagen, welches Ersatzteil zu einer Seriennummer passt?
Er findet die Stückliste und die Explosionszeichnung, die der Betrieb zur Seriennummer hinterlegt hat, und zeigt die Stelle. Preis und Lagerbestand kommen aus dem ERP, nicht aus Vectoryon.
Hilft Vectoryon bei der Betriebsanleitung nach Maschinenverordnung?
Ja, beim Suchen und Zusammenstellen: gültige Textbausteine finden, eine Anleitung aus der Betriebsvorlage füllen, fehlende Sprachvarianten markieren. Die Risikobeurteilung und die Konformitätserklärung bleiben bei der Fachperson.
Ersetzt Vectoryon unser ERP, PLM oder CAD?
Nein. Konstruktion, Modellverwaltung, Stücklistenpflege und Kalkulation bleiben in der bestehenden Software. Vectoryon liest Dokumente, Postfach und Listen und bereitet Antworten und Entwürfe vor.
Kann der Assistent eine Offerte für eine Sondermaschine schreiben?
Den Textteil ja, aus der Vorlage des Betriebs und mit Verweis auf ähnliche frühere Projekte. Den Preis rechnet die Kalkulation. Die Offerte geht erst nach Freigabe durch einen Menschen raus.
Was ist mit Lieferantenerklärungen und Ursprungsnachweisen?
Die Erklärungen sammelt der Assistent aus dem Postfach, legt sie ab und erinnert an Fristen, die bald enden. Den Präferenzursprung berechnet und die Zollanmeldung macht die Fachperson oder der Spediteur.
Wo liegen unsere Konstruktions- und Kundendaten?
Hochgeladene Unterlagen liegen in Zürich, Konstruktionsmodelle bleiben im CAD und PDM. Welche Sprachmodelle laufen, wird pro Firma freigeschaltet; wer nur Modelle in der Schweiz will, bekommt nur diese. Den Zugriff auf Microsoft 365 erteilt der Betrieb per OAuth und kann ihn jederzeit entziehen.
Quellen
Die Zahlen auf dieser Seite stammen aus diesen Quellen.
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